Thermische Bauphysik

Die thermische Bauphysik befasst sich mit den physikalischen Eigenschaften und Prozessen in Gebäuden und Bauteilen bezüglich Wärme oder Feuchtigkeit.

Die Anforderungen

In unserem Leistungsbereich Thermische Bauphysik analysieren und optimieren wir Konstruktionen und bautechnische Systeme hinsichtlich bauphysikalischer Anforderungen.

Das Ziel

Ziel ist es, bauphysikalisch sichere Lösungen zu erarbeiten. Dies erfolgt durch Analyse, Simulation und Berechnung.

Wir beraten, prüfen und unterstützen Sie bei

  • der Simulation des sommerlichen Wärmeschutzes zur optimierten Auslegung von Sonnenschutz-Maßnahmen gemäß DIN 4108-2 (8.4).
  • der Berechnung und Planung von Wärmebrücken zum Nachweis des Mindestwärmeschutzes oder zur Optimierung
  • der Ermittlung des Wärmebrückenbeiwertes für Gebäude
  • der Beurteilung konstruktiver Details nach bauphysikalischen Gesichtspunkten
  • der Planung luftdichter Gebäudehüllen und Durchführungen von Blower-Door-Messungen
  • der Durchführung von Feuchtigkeitsmessungen (auch Dauermessungen)
  • der Beurteilung des Schlagregenschutzes bei Innendämmung durch Abschätzung der Wasseraufnahmefähigkeit
  • der Beurteilung durch Thermographie-Aufnahmen
  • der Beurteilung von schwierigen Konstruktionen durch eine Hygrothermische Simulation (Programm Delphin)

Die Berechnung von Wärmebrücken zeigt die Wärmeverteilung in einem Bauteil, bzw. einer Konstruktion oder eines Anschlusses. Im Gegensatz zur Hygrothermischen Simulation erfolgt eine stationäre Betrachtung bei festen Randbedingungen, also einer Außentemperatur und einer Innentemperatur. Die Wärmebrückenberechnung ist ein sehr gutes Verfahren, um die Temperatur an Oberflächen hinsichtlich Tauwasserausfall zu beurteilen. Auch bei der Bilanzierung von Energie-Effizienzhäusern ist über die Wärmebrückenberechnung der Wärmeverlust der längenbezogenen Wärmebrücken zu berechnen. Dies spart Dämmaufwendungen in der Fläche und hat planerisch deutliche Vorteile gegenüber einer Pauschalisierung des Wärmebrückenverlustfaktors. Zur Beurteilung von möglichem Feuchteausfall in Bauteilen oder Konstruktionen ist eine Hygrothermische Simulation durchzuführen.

Die Hygrothermische Simulation simuliert den Feuchte- und Wärmetransport in Bauteilen. Die Betrachtungszeit der Simulation beträgt mindestens 3 Jahre, bis zu 10 Jahre unter Berücksichtigung der Klimaverhältnisse am Standort des Bauvorhabens. Das Innenklima wird der tatsächlichen Nutzung angepasst. Bei Wohnnutzungen werden die Empfehlungen der WTA berücksichtigt. Durch die Berücksichtigung von Regenbelastungen und konvektiven Feuchteeintrag durch Undichtigkeiten, kann eine Konstruktion bauphysikalische sicher ausgelegt werden. Wir verwenden die Software Delphin der Bauklimatik Dresden.

Die Prüfung der Luftdichtigkeit kann über einen Blower-Door-Test erfolgen. Durch den Einbau eines Ventilators in der Tür oder einem Fenster kann ein Prüf-Über- oder Unterdruck erzeugt werden, der Undichtigkeiten in der Gebäudehülle zeigt. Unterstützend mit einer Thermographie-Kamera oder einer Nebelmaschine können Undichtigkeiten (meistens) sichtbar gemacht werden. Eine luftdichte Gebäudehülle ist maßgeblich bei der Energieeinsparung. Bei der Bilanzierung von Energie-Effizienzhäusern bringt eine Prüfung der Luftdichtigkeit „Vorteile“ in der Bilanzierung.